Nachdem wir uns mit der Thematik von Peak Oil, den Folgen und der Geschichte auseinander gesetzt haben, kommen wir zu den Optionen die uns helfen, zu verhindern das
die Thematik Peak Oil zu einer global gesellschaftlich relevanten Problematik wird. Wir sind uns nun bewusst, dass wir in einer Abhängigkeit stecken. Der Abhängigkeit von Erdöl zum Erhalt unseres
heutigen Lebensstils. Die Alternative die uns bleibt, ist, uns aus der Abhängigkeit heraus zu lösen. Schon bevor Peak Oil eintritt, sollte es nicht schon geschehen sein, sollten wir uns
unabhängig machen.
Damit wir uns vom Erdöl unabhängig machen können, sollten wir uns selbst erst einmal wieder für neue Ideen öffnen, um neue Ideen und Konzepte wahrnehmen und erkennen
zu können. Mit unserem Denken und unserem Handeln können wir einen Anfang machen.
Im Folgenden werden beispielhaft einige Lösungsansätze vorgestellt. Bei allen Ansätzen exisitieren bereits Initiativen, denen wir uns anschließen können.
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Das Geldsystem muss vollständig neu geordnet werden, um das Geld wieder zu seinem ursprünglichen Zweck verwenden zu können, nämlich dem des Tauschmittels. „Scheine erhalten
besondere Nummerierungen, die es ermöglichen, in bestimmten Zeitintervallen bestimmte Serien zum Umtausch aufzurufen. Beim Umtausch wird eine Gebühr entrichtet. Der Grundgedanke ist, dass die
Bereitstellung des Geldes eine staatliche Dienstleistung darstellt, die etwas kostet. Vor allem aber soll verhindert werden, dass Bargeld dem Kreislauf durch Horten entzogen und das Geld
durch diese Verknappung gegenüber Waren und Dienstleistungen unverhältnismäßig aufgewertet wird. Dies bedeutet nicht das es keine Möglichkeit des Sparens gibt. Das Ziel ist, dass Geld vom
Selbstzweck zum reinen Mittler wird. Bei Geldkarten wird die Gebühr über den Chip eingezogen, bei Konten durch Abbuchung. Zinsen werden abgeschafft. Bei der Kreditaufnahme zahlt der
Kreditnehmer nur noch die Bearbeitungskosten und eine Risikoprämie." (http://www.geldreform.de/)
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Der Faktor Boden muss einer globalen Bodenrechtsreform unterzogen werden. „Der Boden in Privatbesitz wird besteuert, sodass sich rein spekulative Bodenhaltung nicht mehr
rentiert. Die Gemeinden erwerben nach und nach den Boden zurück und geben ihn künftig auf Erbpachtbasis zur Nutzung frei. Die Höhe der Pacht richtet sich nach der Nutzungsart (Landwirtschaft,
Gewerbe, Wohnhaus) und der Lage. Die Einnahmen wandern in einen Topf, aus dem sie pro Kopf der Bevölkerung, unter anderem, als Bestandteil des Grundeinkommens verteilt werden. Was über das
Grundeinkommen hinausgeht, wird in Form von Gutscheinen, vor allem Bildungs- und Betreuungsgutscheinen für Kinder und alte Menschen, verteilt. (http://sffo.de/sffo/sffotb2003.html)
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Ein Grundeinkommen muss für jeden Bürger bereitgestellt werden, da es ihm aufgrund seiner Existenz zusteht. Es sichert ihm einen dem Wohlstand des Gemeinwesens angemessenen
Lebensstandard, unabhängig von seinen erbrachten Leistungen. Zu den Lebensnotwendigkeiten gehören Nahrung, Kleidung, Wohnung, Mobilität und Energie. Die Schlussfolgerung daraus ist die Abkehr
von der absurden Situation, dass durch die Produktivitätssteigerungen immer weniger Arbeiter gebraucht werden und sich dadurch die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter öffnet. Es
benötigt eine Übergangszeit, bis alle Menschen arbeiten und das Geld gerecht verteilt wird. Im Durchschnitt werden die Menschen weniger arbeiten. Menschen werden Arbeit nicht mehr als
Belastung sehen, denn diese Ansicht geht vom alten Menschenbild aus. Die Mehrheit wird daran interessiert sein, ihre Umwelt mitzugestalten und damit etwas sinnvolles für sich und das
Gemeinwesen zu tun. Fundamental für solch eine Entwicklung ist eine Reform des Bildungswesens. Die Priorität der Erwerbsarbeit wird relativiert, andere Lebensbereiche erhalten mehr Bedeutung.
Die Menschen erreichen dadurch die Freiheit selbst entscheiden zu können, ob sie für sich oder andere „schädliche Arbeit“ tun wollen, die im alten Menschenbild das Überleben erst möglich
machte. Großer Profiteur dieses Konzeptes ist die Umwelt, weil immer stärker nach dem Sinn von Tätigkeiten gefragt wird und eine stärkere Regionalisierung der Wirtschaftstätigkeit erfolgt.
Das bedingungslose Grundeinkommen wird, durch schon für alle vorhandene Gelder, finanziert (die heute als Arbeitslosengeld, Kindergeld und Rente verteilt werden). Der Rest finanziert sich
durch die Einnahmen aus der Bodenpacht. (http://grundeinkommen.info/)
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Das Parlament muss einer Parlamentsreform unterzogen werden. Sehr wichtig für eine funktionierende Demokratie ist die möglichst weitgehende Beteiligung der Bürger. Der
Sozialökologe Johannes Heinrichs hat einen interessanten Vorschlag vorgelegt. Sein Konzept sieht eine Viergliederung des Parlaments vor (Grundwerte-, Kultur-, Politik- und
Wirtschaftsparlament). Das Gremium welches am ranghöchsten ist, ist das Grundwerteparlament, dessen Präsident ebenfalls Staatspräsident ist. Sollen Entscheidungen in den jeweiligen
Parlamenten getroffen werden, müssen die jeweils anderen betroffenen Parlamente angehört werden. Jedes Jahr wählt der Bürger ein Parlament, dadurch hat er eine klarere Vorstellung als heute,
welcher Kandidat für welche Themen steht. (http://www.netz-vier.de/hintergrund.htm)
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Gesetze und Richtlinien müssen fundamental erneuert werden. Die Freiheit der Menschen und der Schutz der Umwelt müssen im Vordergrund stehen. Alle anthropogenen Bereiche
müssen stark reguliert werden, um ein System der Anreize zur persönlichen Bereicherung zu verhindern. Das Vorsorgeprinzip muss wieder eingeführt und konsequent umgesetzt werden. Das
Vorsorgeprinzip verhindert das Produkte und Dienstleistungen in den Kreislauf kommen, bei denen gesundheitliche Unbedenklichkeit nicht bewiesen werden kann.
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Das Wirtschaftssystem muss einer existenziellen Reform unterzogen werden. Eine gute Alternative ist der Equilibrismus. Der Equilibrismus ist ein Wirtschaftskonzept, welches
„konsequent alle Ursachen der bisherigen Fehlentwicklungen angeht und damit Wohlstand, Arbeit und soziale Sicherheit für alle Menschen der Welt bereitstellt. Das Konzept des Equilibrismus'
setzt nicht auf eine Umsetzung von oben, von den politisch und wirtschaftlich Mächtigen, sondern geht von unten aus, nach einem regionalen Modellprojekt. (http://equilibrismus.de/)
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Der Faktor Arbeit ist nicht mehr zur Generierung von Einkommen zuständig. Vielmehr ist Arbeit eine Tätigkeit zur Selbstverwirklichung und zur Förderung der Gemeinschaft.
Notwendig dafür sind eine Geldreform und die Einführung des Grundeinkommens. Wenn kein Zwang besteht, durch irgendeine bezahlte Tätigkeit den eigenen Lebensunterhalt zu sichern, so entsteht
daraus die Option, die Arbeit und ihre Ergebnisse nach dem Sinn und der Notwendigkeit zu hinterfragen. Der Gemeinnutzen steht über dem Eigennutzen, denn die Wirtschaft existiert um
sorgenfreies, würdevolles Leben aller Menschen zu gewährleisten. Damit Gewerbe oder Landwirtschaft entsteht, müssen genug Menschen zur Verfügung stehen, was bei unbeliebten Tätigkeiten über
besondere Anreize geregelt werden kann. Diese müssen allerdings nicht unbedingt finanzieller Art sein.
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Die Energie der Zukunft muss aus nicht-fossilen Energiequellen stammen. Die Energiegewinnung muss dezentralisiert und verbrauchernah erzeugbar sein. Alle alternativen
Energien lassen sich im Ursprung auf die Sonne zurückführen. Diese Energie ist in menschlichen Maßen unerschöpflich.
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Das Gesundheitswesen muss ähnlich wie im Bildungswesen mit Heilungs- bzw. bei Bedarf Pflegegutscheinen organisiert werden. Im Vordergrund stehen präventive
Gesundheitsprogramme, die auf den Zusammenhang von Körper und Seele ausgerichtet sind. Naturheilkundliche Therapien haben Vorrang. Apparatemedizin und Pharmaka kommen nur dann zum Einsatz,
wenn keine Alternativtherapien möglich sind. Wer seine Gutscheine nicht vollständig aufbraucht, kann sich den Rest auszahlen lassen. Den gleichen Betrag bekommt der Hausarzt als Prämie. Für
die Wertigkeit der Heilungs- und Pflegegutscheine wird ein Minimum festgelegt, jedoch kein Maximum. Die Pflegegutscheine bringen den Pflegebedürftigen in die Lage, sich die Dienste selbst
auszuwählen. Eine Rückerstattung ist nicht möglich. Soweit es möglich ist, findet die Pflege zu Hause statt, indem Familie durch Ehrenamtliche entlastet und wo es notwendig ist professionell
unterstützt werden.
Links zu weiteren Konzepten und Lösungsansätzen sind unter der Überschrift "Links" zu finden.